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11.7.21

Review: Neurotic Existence - At War With The World (2021)

Nicht schlecht. Neurotic Existence haben plötzlich, wie aus dem Nichts, eine neue Platte rausgehauen und ich oute mich mal direkt als Fan vom stark angecrusteten HC-Punk-Projekt aus Bremen. Die Erwartungen und die Vorfreude waren jedenfalls groß. Die Platte kommt in schwarzem oder wahlweise rotem Vinyl und sieht richtig schick aus. Das Cover-Artwork ist erwartungsgemäß düster gehalten. Wir sehen Totenkopf, Bandname und Albumtitel, wie auch schon auf der ersten LP Insane und die Tracklist lässt ebenfalls, wie beim erwähnten Vorgänger, 9 neue Tracks vermuten. Alles beim Alten also.

28.6.21

Review: Schöner Sterben Mit Heroin & Korn - Feng Shui (2021)


Diese anschauliche Platte kam vor einiger Zeit per Post aus dem fast genauso anschaulichen Lübeck und das gute Stück hat in den vergangenen Monaten diverse Durchgänge auf dem heimischen Plattenteller gemacht. Der ausgewählte Titel für das DIY-Machwerk ließ mich erstmal ziemlich ratlos da stehen und machte eine schnelle Recherche unvermeidbar.

25.2.21

Review: Schubsen - Sprachfetzen (2021)


Am 26. Februar erscheint die neue EP von Schubsen und wem sich beim Bandnamen, wie mir, auch erst mal ein paar Fragezeichen auftun, dem sei gesagt, Schubsen sind gar keine so neue Band und Sprachfetzen ist bereits ihre dritte Veröffentlichung. Den Bandnamen find ich super, hätte da musikalisch aber doch auf eine andere Musikrichtung getippt als Post-Punk. Nun hatte ich also die Ehre schon vor Release ein Ohr zu riskieren und wie so oft in letzter Zeit möchte ich bei 6 Songs auf einer 12“-Platte erst mal „Ressourcenverschwendung“ schreien. Ist denn das schöne 10“-Format wirklich so aus der Mode gekommen?

9.2.21

Review: Toxoplasma - Leben Verboten (1994/2021)


Zugegeben haben mich die 90er musikalisch immer wenig gereizt. Seitdem ich mich für Punk interessiere und aktiv Musik höre, habe ich mich auf der Suche nach den Soundtracks vergangener Tage hauptsächlich auf die 80er konzentriert und war insbesondere mit den Veröffentlichungen der Jahre 1980 – 1985 bestens bedient.

7.2.21

Review: Verrat - Abgebrannt (2021)

In der letzten Woche kam mal wieder eine Scheibe aus dem Hause Save The Scene Records in die Bude geflattert - das Debüt-Album der Wiener Band Verrat. Ich habe mich schon im Vorfeld etwas mit der Band beschäftigt, weil die kleine Promowelle diesbezüglich natürlich nicht an mir vorbeiging. Verrat waren mir davor auf jeden Fall kein Begriff und auch wenn mich der Name wenig angesprochen hat, hab ich mir im Vorfeld mal die Demotracks auf der Bandcamp-Seite gegeben und stieß auf ganz solide deutschsprachige Punktracks mit Hardcore-Anleihen.

10.1.21

Review: Paranoia - 1984 (2007/2020)


Wie so oft blieb ich beim Griff ins Plattenregal mal wieder beim guten alten 80’s-Punk hängen und weil dieses schöne Album im April letzten Jahres wiederveröffentlicht wurde, bietet es sich ja förmlich an mal ein paar Worte darüber zu verlieren. Ob das bei solch alten Sachen nun überhaupt einen Sinn macht, sei mal dahingestellt aber vielleicht erreicht das hier ja irgendwen, der das Re-Release dieses DDR-Klassikers noch nicht auf dem Schirm hatte. Und glücklicherweise kann ich hier ja sowieso machen was ich will.

28.12.20

Review: Tin Can Army - 1982-1987 (2020)


Das Jahr hatte einige ziemlich geile Re-Releases aus dem 80’s Punk-Sektor zu bieten, denn glücklicherweise haben sich weiterhin verschiedenste Labels der Wiederveröffentlichung alter Scheiben angenommen, was ich immer sehr zu schätzen weiß. Erstens weil die Platten dann nicht in Vergessenheit geraten und so vermutlich von einigen Leuten noch mal "neu" entdeckt werden können. Zum Zweiten, weil ich es selbst auch leid bin für Vinyl horrende Summen zu zahlen, weil irgendwer den Hals nicht voll genug bekommen kann. Im Juli war Mad Butcher Records an der Reihe und brachte die Compilation der grandiosen Tin Can Army wieder auf Vinyl.

19.12.20

Review: Eastie Ro!s - The Peel Sessions (2020)

 
Nun, auch wenn man 2020 wenig Gutes abgewinnen kann, so gab es dieses Jahr zumindest musikalisch doch wirklich wenig zu meckern. Man denke an die aktuelle Pisse LP oder das Abschiedsalbum der fulminanten Toylettes Spätsommer im Luftkurort. Nimmt man's genau bin ich auch erst durch letztere Combo überhaupt auf die Eastie Ro!s gestoßen. Der Name fiel in einem Gespräch über aktuell noch existente Bands, die man sich unbedingt mal reinziehen sollte.

14.12.20

Review: Anschlag - s/t (2020)

 
Anschlag haben ihr erstes Album rausgehauen und die Leute sind überwiegend voll des Lobes über das neue Release aus dem Hause Save The Scene Records und Abbruch Records. Bestes deutschsprachiges Punkalbum des Jahres hab ich jetzt schon ein paar mal gelesen. Eine gewagte These, denn dieses Jahr hatte schon einige echt starke Releases zu bieten. Aber man soll den Tag ja niemals vor dem Abend loben und neugierig bin ich sowieso.

12.12.20

Review: Beton Combo - Perfektion Ist Sache Der Götter (1981/2020)

 
 
Static Shock Musik macht ein Stück deutsche Punkgeschichte wieder für einen erschwinglichen Preis zugänglich. Da kann man schon mal aus dem Häuschen sein, denn hier hat nichts geringeres als das Album Perfektion ist Sache der Götter von der legendären Beton Combo ein Re-Release erfahren. Und das nach fast 40 Jahren, zum ersten Mal. Die Platte erschien bereits 1981 über das nicht ganz unumstrittene Label Aggressive Rockproduktionen von Karl Walterbach.

10.12.20

Review: Madmans - Holiday auf Eis (1990/2020)

 
Höhnie-Records macht uns mal wieder ein wunderbares Stück DDR-Punkgeschichte zugänglich und veröffentlicht das Holiday auf Eis Tape der Madmans von 1990 endlich auf Vinyl. Die Band gründete sich bereits 1979 in der damaligen DDR und mir kommt es vor, als wurde ihnen nie die Aufmerksamkeit zu teil, die sie verdient hätten.

8.12.20

Review: Pisse - s/t (2020)

 
 
Achja, one love – Pisse! Mir kams so vor als hätte die Scheibe schon etwas mehr Zeit auf der Rille, mag wohl dran liegen dass sie sich ziemlich oft auf den heimischen Plattenteller verirrte. Gefühlt aber auch wirklich nur dorthin, denn mir kam es so vor als wenn die neue Scheibe nicht den gleichen Anklang fand wie die früheren Releases obwohl sie es ebenfalls verdient hätte. In meinem Freund*innenkreis wurde die LP größtenteils als lahm abgetan. Alle keinen Geschmack. Also höchste Zeit hier mal ne Lanze zu brechen, denn die Scheibe kann einiges.

6.12.20

Review: Blitzkrieg - Ohne Zukunft (1981/2020)

 
 
Blitzkrieg sind an mir, trotz meiner großen Begeisterung für deutschsprachigen Punk der Achtziger, immer etwas vorbeigegangen, was ich mir gar nicht so richtig zu erklären weiß. Gut, Frisch aus England und Tot Geboren waren mir durch den Soundtracks zum Untergang Sampler ein Begriff, viel mehr ist bei mir aber tatsächlich nicht hängengeblieben.

4.12.20

Review: Exilent - Beyond Remedy (2020)

 
 
Anfang des Jahres erschien mit Beyond Remedy der dritte Longplayer der sympathischen Punx aus Hannover. Sowohl die LP’s Born to Struggle und Signs of Devastation, als auch die Split mit Moribund Scum aus dem Jahr 2018 haben es mir ziemlich angetan. Leider hat einzig die Born to Struggle bisher, trotz ausgiebiger Suche, nicht in meine Hände gefunden. Aber warum sollte sich auch irgendwer freiwillig von der Platte trennen wollen wa?

3.12.20

Review: Akne Kid Joe - Die große Palmöllüge (2020)

 
Akne Kid Joe vorzustellen erübrigt sich in Anbetracht des absolut verdienten Bekanntheitsgrades glaub ich. Auch ich war, nachdem ein guter Bekannter mir die Band bei nem Tresenabend (also in besseren Zeiten) vorstellte, sofort abgeholt und hab die Debütscheibe Karate Kid Joe auf und ab gehört.

1.12.20

Review: Hausvabot / One Step Ahead Split (2020)


Achja, die schönsten Geschenke sind aus Vinyl. Im Sommer kurz nach Erscheinen wurde diese EP in meine Hände übergeben und in erster Linie war ich überrascht, dass es tatsächlich mal neuen Stuff von Hausvabot gibt. Ist ja tatsächlich schon ziemlich lange her. 9 Jahre um genau zu sein. Früher hab ich die Band mal sehr gefeiert, wenn auch die Alben erst Jahre nach ihrem Erscheinen den Weg in meinen Gehörgang gefunden haben. Bin halt noch jung und vital.

29.11.20

Review: Rauchen - Gartenzwerge unter die Erde (2019)

Nun, an Rauchen ist man ja, seit der Tabakbörse 12“ EP vor fast drei Jahren, irgendwie nicht vorbeigekommen. Zurecht wie ich finde und wem die Scheibe zu gefallen wusste, wird mit Gartenzwerge unter die Erde ebenfalls bestens beraten sein. Enthalten sind 10 neue Tracks, verpackt in kurzweilige 12 Minuten. Das mag in Genregefilden und explizit im HC-Punk-Bereich bei Weitem kein Novum sein, lässt aber dennoch erahnen dass Rauchen auch auf dieser LP keine Balladen vom Stapel lassen, wenn auch die Tabakbörse noch etwas treibender daherkam.

28.11.20

Review: Loser Youth - Warum haust du dich selbst? (2020)


Hätte ich vergangene Woche weniger getrunken wäre ich vielleicht schon eher dazu gekommen ein paar Worte zum neusten Streich von Loser Youth aus Hamburg zu verlieren und wäre dieses Review ein Song der Band, wäre es jetzt vermutlich schon zu Ende. Vorweg: Das Design der Platte macht optisch auf jeden Fall ordentlich was her und ist definitiv das bisher coolste Artwork der Band. Fast schade dass das Inlay nicht im gleichen Stil sondern in schwarz/weiß kommt.

Review: Reiz - Das Kind wird ein Erfolg (2020)

 
 
Reiz aus Mannheim haben ihr von mir regelrecht herbeigesehntes zweites Album rausgehauen und die SFR-Promo-Maschinerie hat die Erwartungen im Vorfeld standardgemäß ordentlich nach oben geschraubt. Dazu kommt noch dass die Band mit ihrem selbstbetitelten Debut vor etwas mehr als 3 Jahren bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Mittlerweile in dritter Auflage, wurde die Scheibe szeneintern offensichtlich hart abgefeiert. Auch von mir.

27.11.20

Review: Ponys auf Pump / B'schiszn Split (2019)



Soundtechnisch könnte man hier ein Album aus den früheren Achtzigern vermuten, tatsächlich hat diese Split-LP aber erst im letzten Jahr das Licht der Welt erblickt. Als bekennender Fan der Ponys aus Berlin war ihr erstes Vinyl-Release natürlich unumgänglicher Pflichtstoff für mich, nachdem ich bereits ihr selbstbetiteltes Tape uneingeschränkt abgefeiert habe. Grund genug für mich dieses Review ausnahmsweise mit der vermeintlichen B-Seite zu beginnen.