2016 hatte tatsächlich noch eine Überraschung zum Jahresende parat. Toylettes veröffentlichten ihre erste EP auf Vinyl und damit lässt sich die Wartezeit bis zum Re-Release des Tapes von 2015 (auf Vinyl) zum Glück bestens überstehen. Durch das besagte Tape bin ich Ende 2015 zum ersten Mal auf Toylettes gestoßen, welches es zum Glück auch for free bei Bandcamp gab/gibt und war erstmal überrascht vom Sound der Band. 2015 hatte an deutschsprachigen Punk zwar den einen oder anderen Knaller zu bieten (man denke vor Allem an die grandiose Mit Schinken durch die Menopause von Pisse oder die astreine dritte EP aus dem Hause Kackschlacht) aber etwas vergleichbares ist mir in den letzten Jahren nicht zu Ohren gekommen.
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1.7.16
Review: Pisse - Mit Schinken durch die Menopause LP (2015)
Aus allen Mäulern schwärmt es seit einiger Zeit für die Kapelle aus Hoyerswerda, die 2014 ihre erstes Lebenszeichen in Form einer 6-Track EP gab. Auch ich kann mich immer nur in Lobeshymnen verlieren wenn ich mit Anderen über Pisse ins Gespräch komme. Praktikum in der Karibik wurde übrigens 6 mal aufgelegt, immer mit verschiedenen Covern und ich muss leider gestehen, ich hab nicht eine abgekriegt. Nun ja, zum Glück ist ein Jahr später dann das erste komplette Album erschienen, welches ich mir dann auf Vinyl holte. Das Artwork der Vinylversion ist gespickt mit kleinen Details, so dass man sich damit erst mal auseinander setzen sollte während mit Pumafrau die ersten Töne aus den Boxen quietschen. Es liegt ein kleines Booklet bei und eine Stempelkarte zum Verleihen. Wenn wir den ersten Song des Albums einfach als Aufmerksamkeitserreger ansehen um die anwesenden Gäste fragen zu lassen: „Was'n das für'n Scheiss?“ geht der total klar. „Na Pisse, du Loser!“ - aber vielleicht hätten's 2 Minuten dann auch getan. Was danach kommt ist, was dieses Album zum wohl Besten der letzten Jahre macht.30.6.16
Review: Femme Krawall - s/t (2015)
Als ich Ende 2015 das erste Mal von Femme Krawall hörte hatte die Band bereits ihr Debüt auf Spastic Fantastic Records veröffentlicht. Das super schnieke (schniiiiieke!), bunte Cover fiel mir beim Platten stöbern in irgendeinem Onlineshop gleich ins Auge, dennoch hab ich erst mal von einem Kauf abgesehen um mir auf deren Bandcamp-Seite erst einmal die 7 Songs zu Gemüte zu führen. Ich hab mir nach Krokodile aber sofort eingestanden dass ich die Platte haben muss. Ich war nun an geflasht vom Sound der Band, von den zweistimmigen Gesangsparts, der schrillen Surf-Gitarre, der Abwechslung zwischen Gepolter und schlichter Melodie, gesanglich wie instrumental. Alles abgerundet mit passendem Chorus aus „Uhuuuuu!“ und „Ohohoooo!“, was ich so wie so immer spitze finde. Texte kommen mal in englisch mal in deutsch, unvorhersehbar, nicht immer schematisch und damit auch irgendwie originell. Ach keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll, hier mal ein Auszug aus dem Song Verstand: „Wo bleibt der Widerstand? Ich suche im Licht meinen Verstand. 5 Fragezeichen, das Licht geht aus. Suche zwecklos?! Wo bleibt der Widerstand? Barrikaden ertränkt durch Tränen. Er sprang vom Hochhaus. Im Schnee wird die Nase gebadet. Keine inneren Kinder im Raum. Zu alt für Euphorie. Kaum im Stande zur Antipathie. Tanzbären reflektieren. Verbal legato im Kopf staccato. Wo bleibt der Widerstand? - Klingt ganz logisch oder?
30.6.15
Anklam du Dreck - Erneuter Naziübergriff an der Peene
In Anklam hat sich nichts verändert bis auf die neue Umgehungsstraße. Im Übrigen ist es immer noch dasselbe 13000-Seelen-Kaff, welches man hauptsächlich mit neonazistischer Gewalt und Perspektivenlosigkeit assoziiert.
Am Freitagabend gab es am Peeneufer der Stadt wieder Szenen zu sehen wie man sie aus dem Jahren 2011/2012 kennt. Eine Guppe von etwa zehn Punks und nicht-rechten Jugendlichen verbrachten dort friedlich den Abend bis man unerfreulichen Besuch von den einschlägig bekannten Neonazis der Stadt bekam. Die Nazi-Gruppe sammelte sich nach Infos in geringer Entfernung, bis sie zum Angriff mit Quarzsandhandschuhen überging. In dessen Verlauf kam es auch zum Einsatz von Flaschen und Pfefferspray. Letztendlich stießen die Angreifer dann auf wohl ziemlich heftige Gegenwehr der Punks und suchten das Weite. Auf Seiten der Angegriffenen kam es zu Verletzungen durch Pfefferspray.
Solche Nachrichten durfte mensch in den letzten Jahren haufenweise lesen.
Am Freitagabend gab es am Peeneufer der Stadt wieder Szenen zu sehen wie man sie aus dem Jahren 2011/2012 kennt. Eine Guppe von etwa zehn Punks und nicht-rechten Jugendlichen verbrachten dort friedlich den Abend bis man unerfreulichen Besuch von den einschlägig bekannten Neonazis der Stadt bekam. Die Nazi-Gruppe sammelte sich nach Infos in geringer Entfernung, bis sie zum Angriff mit Quarzsandhandschuhen überging. In dessen Verlauf kam es auch zum Einsatz von Flaschen und Pfefferspray. Letztendlich stießen die Angreifer dann auf wohl ziemlich heftige Gegenwehr der Punks und suchten das Weite. Auf Seiten der Angegriffenen kam es zu Verletzungen durch Pfefferspray.
Solche Nachrichten durfte mensch in den letzten Jahren haufenweise lesen.
8.4.15
Aufstrich: Tomatenmagarine
Ich hab da mal was Leckeres für's Toast zum Frühstück gefunden und euch mal eben ein kleines Rezept aufgeschrieben. Mit Toast und Aufsstrich spart man Kohle und dieses Rezept hier ist dazu auch noch ziemlich simpel. Alles was ihr braucht sind 1000g Magarine, 1 Tube Tomatenmark, 200-300g getrocknete Tomaten, 2 mittelgroße Zwiebeln, 2 Zehen Knoblauch (oder auch einfach Knoblauchgewürz), Petersilie, Salz und Pfeffer. Da zahlt ihr dann im Höchstfall etwas mehr als 5€ und ihr habt auch eine gute Woche was davon.
18.2.15
09.03. Schwerin! - One more time...
"[...] Neonazis, ob nüchtern oder betrunken, kotzen uns an! Wenn sie dann auch noch im nationalen Taumel zu Hunderten durch die Straßen ziehen und rassistische Parolen schreien, werden wir das ganz sicher nicht als Normalzustand akzeptieren. Genausowenig werden wir uns damit abfinden, dass die Polizei in Schwerin oder Stralsund zeitweise nationalbefreite Zonen durchsetzt. [...]"
gesamter Aufruf: https://linksunten.indymedia.org/de/node/135208
23.1.15
Review: Gehacktes - gemütlich / höhle / auf wiedersehen
2011 entschlossen sich vier Metzgerlehrlinge ihre Arbeit niederzulegen und ins Musikbuisness einzusteigen. So oder so ähnlich wird's gewesen sein als sich die Neubrandenburger Band Gehacktes gründete, ich bin mir fast sicher. Am 30. November 2011 ließen die Jungs dann das erste mal, in Form einer 6 Track-Demo, hören was sie im Proberaum bisher zusammengeschustert hatten. Für Umme konnte man sich dann auf der Bandcamp-Page der Band, die volle Dröhnung an brachialem Crustpunk in die Ohren zimmern lassen.
Nun. Seit dem sind über 3 Jahre ins Land gezogen in denen die Jungs nicht unaktiv waren und in den Kellern von einschlägigen Festspielhäusern das Publikum zum schwitzen brachten. Vor ein paar Tagen haben die vier Musiker dann ihr erstes Album veröffentlicht, welches den tiefgründigen Namen gemütlich / höhle / auf wiedersehen trägt. Ich muss aber zugeben dass ich der Tiefe noch nicht auf den Grund gegangen bin, also falls ihr wissen wollt wie's zum Albumtitel kam, fragt doch einfach bei der Kapelle selbst nach. Oder nehmt es einfach so hin und zerlegt eure Ikeamöbel zum ersten coolen Soundtrack des neuen Jahres. Gehacktes geben Gas! Vom Anfang bis zum Ende wird der Hörer Teil dieser treibenden Musik. Auch die Songs der ersten Demo sind auf dem Album vorhanden, neu eingespielt, so klingt alles ein bisschen satter als vorher, obwohl mir die "Schrammelversionen" der Songs auch sehr gut gefielen. Gleich mit dem ersten Song, wird ein Thema angesprochen welches immer aktuell, aber vielleicht jetzt gerade aktueller denn je ist.
Nun. Seit dem sind über 3 Jahre ins Land gezogen in denen die Jungs nicht unaktiv waren und in den Kellern von einschlägigen Festspielhäusern das Publikum zum schwitzen brachten. Vor ein paar Tagen haben die vier Musiker dann ihr erstes Album veröffentlicht, welches den tiefgründigen Namen gemütlich / höhle / auf wiedersehen trägt. Ich muss aber zugeben dass ich der Tiefe noch nicht auf den Grund gegangen bin, also falls ihr wissen wollt wie's zum Albumtitel kam, fragt doch einfach bei der Kapelle selbst nach. Oder nehmt es einfach so hin und zerlegt eure Ikeamöbel zum ersten coolen Soundtrack des neuen Jahres. Gehacktes geben Gas! Vom Anfang bis zum Ende wird der Hörer Teil dieser treibenden Musik. Auch die Songs der ersten Demo sind auf dem Album vorhanden, neu eingespielt, so klingt alles ein bisschen satter als vorher, obwohl mir die "Schrammelversionen" der Songs auch sehr gut gefielen. Gleich mit dem ersten Song, wird ein Thema angesprochen welches immer aktuell, aber vielleicht jetzt gerade aktueller denn je ist.
20.1.15
Proteste gegen MVGIDA: 2 Montage in Stralsund
![]() |
| Quelle des Originals: endstation-rechts.de |
6.1.15
PEGIDA Ableger in MV!?
In Mecklenburg-Vorpommern hat sich ein Ableger des rassistischen Bündnis mit dem Namen PEGIDA (patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) gebildet. Einfallsreich, wie sie sind, agiert die Ortsgruppe unter dem Namen MVGIDA.
8.12.14
Kurzbericht zum 06.12.2014 in Güstrow!
1.12.14
Am 06.12.2014 alle nach Güstrow!!...
.. dort findet eine Demonstration unter dem Motto „Refugees welcome! Asylrecht ist Menschenrecht!“ statt.
"Seit nunmehr zwei Jahren mobilisieren Nazis in Mecklenburg-Vorpommern gezielt gegen Flüchtlinge und verbreiten rassistische Vorurteile und Gerüchte. So versuchen Nazis zur Zeit beispielsweise in Güstrow, gegen die künftige Flüchtlingsunterkunft in der Südstadt Stimmung zu machen. Unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Bürgerinitiative versuchten sie bisher auf Facebook, mit regelmäßigen Infoständen und einem Fackelmarsch auch Menschen zu erreichen, die sich selbst nicht im neonazistischen Spektrum verorten. Der Hetze folgen Taten - Asylsuchende werden regelmäßig auf der Straße bedroht und rassistisch beleidigt. Immer häufiger kommt es zu Angriffen auf Flüchtlinge wie kürzlich in Anklam, Schwerin oder Groß Lüsewitz." (Der Ratschlag der Bündnisse MV)
Also am 06.12 alle auf die Straße gegen rassistische Hetze und Übergriffe!
Refugees welcome!
"Seit nunmehr zwei Jahren mobilisieren Nazis in Mecklenburg-Vorpommern gezielt gegen Flüchtlinge und verbreiten rassistische Vorurteile und Gerüchte. So versuchen Nazis zur Zeit beispielsweise in Güstrow, gegen die künftige Flüchtlingsunterkunft in der Südstadt Stimmung zu machen. Unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Bürgerinitiative versuchten sie bisher auf Facebook, mit regelmäßigen Infoständen und einem Fackelmarsch auch Menschen zu erreichen, die sich selbst nicht im neonazistischen Spektrum verorten. Der Hetze folgen Taten - Asylsuchende werden regelmäßig auf der Straße bedroht und rassistisch beleidigt. Immer häufiger kommt es zu Angriffen auf Flüchtlinge wie kürzlich in Anklam, Schwerin oder Groß Lüsewitz." (Der Ratschlag der Bündnisse MV)
Also am 06.12 alle auf die Straße gegen rassistische Hetze und Übergriffe!
Refugees welcome!
20.11.14
Kurzmeldung: Brinke 16/17 durch massiven Polizeieinsatz geräumt
Das kulturell besetzte Haus in der Brinke 16/17 in Greifswald wurde/wird gerade geräumt. Trotz mehrfachem Appell an den Eigentümer Schmidt durch die Initiative „Brinke 16-17 erhalten“, zog dieser die Räumungsaufforderung nicht zurück.
Bereits in der Nacht von Montag zu Dienstag früh, zeigten ca. 100 Menschen ihre Solidarität zu den Besetzer_innen und verbrachten die Nacht/den Morgen in und vor dem Haus. Für Dienstag früh um 04:00 Uhr war eine Räumung vorgesehen, doch diese fand nicht statt.
Heute um 09:00 Uhr begann die Polizei um und im Haus mit der Räumung. Hierbei kam es, wie auch in der Vergangenheit bei Demonstrationen in Demmin und Stralsund, zu Gewalt von der Polizei gegenüber den friedlich
Demonstrierenden, die das Haus vor dem geplanten Abriss schützen wollten. Die Polizei lies Aktivist_innen nicht zu der angemeldeten Mahnwache, vor der Brinke 16/17 und beschränkte somit das im Grundgesetz verankerte Versammlungsrecht. Zudem nahm die Polizei Demonstrant_innen fest, störte damit die friedliche Mahnwache und lies Journalist_innen nicht zum Geschehen. Weiterhin beschafften sie sich unerlaubten Zugang in den anliegenden Bioladen und beschädigten Türen, Wände und Fenster im gesamten Haus. Aktuell befinden sich noch Menschen im und um das Haus. Wir schicken Grüße nach Greifswald. Bleibt standhaft, ihr seid super!
„Häuser könnt ihr räumen, aber unsere Träume, bekommt ihr nicht!“
11.11.14
Rassistischer Angriff auf Asylsuchende in Anklam
In Anklam wurden gestern drei Asylsuchende, von einer Gruppe aus 8 Personen, zuerst fremdenfeindlich vollgepöbelt und dann auch körperlich angegriffen. Die drei Asylsuchenden mussten im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Eines der Opfer wurde nach Informationen des Nordkuriers, beim Versuch die zurückgelassenen Fahrräder zu holen, von einem Fahrzeug verfolgt und konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten.
Bereits im April 2012, wurden nichtrechte Jugendliche auf dem Anklamer Marktplatz von ca. 12-15 Nazischlägern überfallen. Der Angriff fand am frühen Abend, bei Tageslicht statt. Die Täter waren zum Teil vermummt. Ein 29-jähriger wurde damals schuldig gesprochen zwei junge, weibliche Personen mit einem sogenannten Totschläger geschlagen zu haben, sowie eine weitere, männliche Person ins Anklamer Lilienthal-Center verfolgt und ebenfalls körperlich angegriffen zu haben. Der Täter wurde zu 10 Monaten auf Bewährung und 750 € Krankengeldszahlung verurteilt. Gegen eine weitere Person, die sich ebenfalls als Angreifer beteiligte, wurde das Verfahren, gegen eine Zahlung von 500€ eingestellt.
23.10.14
11.10.2014 - Fackelmarsch der NPD in Stralsund - Eine kurze Zusammenfassung
In der Vergangenheit waren antifaschistische Proteste gegen Naziaufmärsche, in Stralsund, geprägt von Desinteresse der sogenannten breiten Masse. Dies war in diesem Jahr offensichtlich anders.
Der Tag
Bereits am frühen Nachmittag fanden sich die ersten Antifaschist_innen in der Stadt zusammen, die ersten Mahnwachen standen bereit und das Fest „Nazifrei und Spaß dabei“ begann. Zu der eigentlichen Treffpunktzeit der Pappnasen befanden sich gerade einmal rund 40 Neonazis in der Bahnhosstraße zusammen. Erst gegen 18:30 Uhr haben auch die letzten Neonazis den Treffpunkt gefunden. Obwohl es nach wie vor zu viele sind, waren es gerade einmal knapp 100 Faschist_innen, die dem Aufruf der NPD folgten.
Ungefähr um 19:00 Uhr setzte sich der Fackelmarsch in Bewegung. Genau 10 Meter kamen sie, bis sie am Rande der Straße, freundlich von Antifaschit_innen begrüßt wurden. Kurz darauf, bevor sie in die nächste Straße einbiegen konnten, mussten sie erst einmal warten. Die nächste Straße war besetzt. Nur durch Drohungen seitens der Polizei konnten die Hohlbirnen weiter marschieren. Auf dem weiteren Weg kam es immer wieder zu effektiven Störungen des Fackelmarschs. Bis sie dann gegen 20:00 Uhr auf eine stabile Blockade, von etwa 400 Bürger_innen trafen, die den Kreisverkehr, am Olof-Palme Platz, nicht verlassen wollten.
Der Tag
Bereits am frühen Nachmittag fanden sich die ersten Antifaschist_innen in der Stadt zusammen, die ersten Mahnwachen standen bereit und das Fest „Nazifrei und Spaß dabei“ begann. Zu der eigentlichen Treffpunktzeit der Pappnasen befanden sich gerade einmal rund 40 Neonazis in der Bahnhosstraße zusammen. Erst gegen 18:30 Uhr haben auch die letzten Neonazis den Treffpunkt gefunden. Obwohl es nach wie vor zu viele sind, waren es gerade einmal knapp 100 Faschist_innen, die dem Aufruf der NPD folgten.
Ungefähr um 19:00 Uhr setzte sich der Fackelmarsch in Bewegung. Genau 10 Meter kamen sie, bis sie am Rande der Straße, freundlich von Antifaschit_innen begrüßt wurden. Kurz darauf, bevor sie in die nächste Straße einbiegen konnten, mussten sie erst einmal warten. Die nächste Straße war besetzt. Nur durch Drohungen seitens der Polizei konnten die Hohlbirnen weiter marschieren. Auf dem weiteren Weg kam es immer wieder zu effektiven Störungen des Fackelmarschs. Bis sie dann gegen 20:00 Uhr auf eine stabile Blockade, von etwa 400 Bürger_innen trafen, die den Kreisverkehr, am Olof-Palme Platz, nicht verlassen wollten.
7.9.14
Review: Vodka Revolte - Wider den deutschen Geist
Vodka Revolte haben mir vor gut zwei Jahren ein Interview gegeben, ein paar Monate nachdem sie ihre erste EP Punkrock im Kinderzimmer aufgenommen hatten. Seitdem hat sich aber einiges um die Band getan. Die drei Jungs aus Stralsund waren fleißig im Proberaum und haben ihr erstes Album, Wider den deutschen Geist (ist grammatisch übrigens korrekt), bei Riotkids Records veröffentlicht. Das Album beinhaltet 11 Songs und das Cover Artwork wurde liebevoll in DIY - Manier selbst zusammengebastelt. Dat fetzt! Die Jungs spielen deutschsprachigen Punkrock, mit durch die Bank weg politischen Texten. Man träumt von einer besseren Welt. Kein Krieg, kein Hunger, keine Mauern. Die Jungs scheinen noch Hoffnung zu haben, dass man vielleicht eben doch was verändern kann und richten sich mit dieser Scheibe gegen jeden Rassismus und Nationalismus. Es ist immer klasse, wenn Bands sich klar antifaschistisch positionieren, besonders in Mecklenburg Vorpommern, wo die Rechte Szene sich bereits in der Mitte der Gesellschaft etabliert hat und die Schwachköpfe der NPD leider auch im Landtag sitzen.
31.8.14
Review: Thrill - life draws curses (2014)
Die fünf Jungs von THRILL haben eine kleine 5-Track Demo aufgenommen und mich mal drum gebeten das Ding unter die Lupe zu nehmen. Zu allererst gehe ich aber davon aus, dass noch nicht jeder die Band kennt, THRILL gibt's nämlich noch gar nicht so lange. Seit 2013 spielen die fünf Musiker zusammen und liefern brachialen HC-Punk mit politischer Message! Musikalisch scheint man sich etwas an WOLF X DOWN zu orientieren. Jedenfalls gibt es meiner Meinung nach Parallelen. Life draws curses ist durch das Schlagzeug meist treibend und aggressiv, ist aber dennoch melodiös und hat auch einige Parts mit angezogener Handbremse. Ich finde da haben THRILL ganz gut ihre Mitte gefunden und präsentieren ihren Hörern nicht bloß monotones Geknüppel. Lyrisch steckt viel Wut hinter den Songs, die durch die Stimme des Sängers passend unterstrichen wird und der Musik somit pure Authentizität verleiht. Live draws curses ist vielleicht nichts für alle Tage aber wenn THRILL laufen, dann bitte so laut dass es Alle hören! Die Band kommt übrigens aus Greifswald - scheint als wäre das sowas wie ein Qualitätssiegel. Hört mal rein - Lohnt sich!
31.7.14
Review: Disco//Oslo - S/T (2014)
Disco // Oslo haben sich Ende 2008 gegründet, waren mir bis zu ihrer selbstbetitelten LP 2012, die sowohl in Deutchland (Antikörper Export), England (Pumpkin Records), als auch in Frankreich (Les Nains Aussi)
veröffentlicht wurde, aber vollkommen unbekannt. Vor mir liegt die CD-Version, die außerdem noch die Songs von der EP (S/T - 31. Januar.14) sowie eine weiteren Song beinhaltet. Die Band spielt melodiösen Punkrock, der mich teilweise an Pascow und vielleicht auch Frau Potz erinnert. Die 4 Musiker haben aber mit der Stimme des Sängers ein starkes Erkennungszeichen und schlagen nicht genau in die selbe Kerbe wie diese Bands. Textlich werden persönliche Probleme aufgegriffen um sich mit ihnen emotional und kritisch auseinanderzusetzen. Inhaltlich wird diese Schiene mit sozialkritischen Gedanken untermalt und die Band verzichtet getrost auf plakative Parolen.
veröffentlicht wurde, aber vollkommen unbekannt. Vor mir liegt die CD-Version, die außerdem noch die Songs von der EP (S/T - 31. Januar.14) sowie eine weiteren Song beinhaltet. Die Band spielt melodiösen Punkrock, der mich teilweise an Pascow und vielleicht auch Frau Potz erinnert. Die 4 Musiker haben aber mit der Stimme des Sängers ein starkes Erkennungszeichen und schlagen nicht genau in die selbe Kerbe wie diese Bands. Textlich werden persönliche Probleme aufgegriffen um sich mit ihnen emotional und kritisch auseinanderzusetzen. Inhaltlich wird diese Schiene mit sozialkritischen Gedanken untermalt und die Band verzichtet getrost auf plakative Parolen.
21.6.14
Review: Schleim - Deutschpunk muss sterben
9.5.14
08.05.2014 - Nazi-Fackelmarsch und Polizeigewalt!
Es ist traurige Tradition in der kleinen Stadt Demmin geworden, dass am 8. Mai jährlich die NPD und ihr Anhang einen sogenannten "Trauermarsch" in Demmin abhalten. Das was die Rechtsextremisten jedoch im Ort, jedes Jahr aufs Neue fabrizieren, ist nichts anderes als Geschichtsverdrehung und hasserfüllte Propaganda, weshalb sich auch jedes Jahr angagierte Nazigegner auf den Weg machen um diesen Trauermarsch im besten Falle zu verhindern. Gestern hat es dafür jedoch nicht gereicht. Die friedlichen Proteste gegen den Aufmarsch der Nazis wurden von massiver Polizeigewalt überschattet!
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| Polizeieinstaz mit Hund am Peeneufer // Kombinat Fortschritt |
29.4.14
1.Mai in Rostock! Alles kann! - Alles muss!
Der 1. Mai in Rostock rückt näher. Übermorgen wirds heiß in der Hansestadt und der Ablauf des Tages hat sich in einigen entscheidenen Punkten geändert.
Demnach werden die Nazis nicht wie vorerst angekündigt durch die Stadteile Dierkow und Toitenwinkel marschieren sondern durch den Stadtteil Groß Klein. Der Stadtteil erweißt sich geografisch für Gegenproteste als schwierig. Im Osten grenzt der Bezirk an die Warnow, auf der Landseite an Stadtautobahnen und Bahnschienen. Auf normalem Wege kann man die Bahnschienen nur an zwei Orten überqueren, welche aber von der Polizei leicht zu kontrollieren sind und es liegt Nahe dass die Bullen die Übergänge möglicher Weise absperren werden!
Von den S-Bahnhöfen aus ist das Viertel leider auch nur über wenige Straßen zu erreichen.
Verschafft euch einen Überblick über die geografischen Gegebenheiten vor Ort! Überlegt wie ihr am besten zu den Treffpunkten kommt und geht am Besten in Gruppen umd euch keiner Gefahr auszusetzen!
Demnach werden die Nazis nicht wie vorerst angekündigt durch die Stadteile Dierkow und Toitenwinkel marschieren sondern durch den Stadtteil Groß Klein. Der Stadtteil erweißt sich geografisch für Gegenproteste als schwierig. Im Osten grenzt der Bezirk an die Warnow, auf der Landseite an Stadtautobahnen und Bahnschienen. Auf normalem Wege kann man die Bahnschienen nur an zwei Orten überqueren, welche aber von der Polizei leicht zu kontrollieren sind und es liegt Nahe dass die Bullen die Übergänge möglicher Weise absperren werden!
Von den S-Bahnhöfen aus ist das Viertel leider auch nur über wenige Straßen zu erreichen.
Verschafft euch einen Überblick über die geografischen Gegebenheiten vor Ort! Überlegt wie ihr am besten zu den Treffpunkten kommt und geht am Besten in Gruppen umd euch keiner Gefahr auszusetzen!
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